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die VolksLiedWerke und -Archive Österreichs und Südtirols
             
 
Verbund der VolksLiedWerke BIS-C 2000 Web-Katalog
Österreichs und Südtirols Satz anzeigen

Titel: 1./1.

Identangaben Besitzer: WVLW* IDN: 33769
Hauptsachtitel ¬Die¬ letzten Pülcher
Titelzusatz Costüm-Duett
Liedanfang Mir wissen blos, dass ma in Wien san gebor'n
Zusatzinformation Das "Costüm-Duett" "Die zwa Pülcher" ist ein anschauliches Beispiel Wiener Zeit- und Sittengeschichte. Hier wird die bekannte Wiener Type des "Pülchers" vom Textdichter Wilhelm Wiesberg (1850-1896) gezeichnet. Wiesberg ist ein begabter und intelligenter Chronist seines zeitgenössischen Wiens und hat viele seiner heute noch populären Lieder gemeinsam mit dem Wienerlied-Komponisten Johann Sioly geschrieben (es sollen mehr als tausend gewesen sein!). Seit der Gründung der Gesellschaft Seidl und Wiesberg 1879 feierte Wilhelm Wiesberg gemeinsam mit Wenzel Seidl als Volkssänger bis 1890 große Erfolge, Johann Sioly begleitete die beiden am Klavier.
Refrain normiert Ohne Unterstand beschließen wir unseren Lebenslauf
Beteiligte Person(en) Sioly, Johann [Komponist] ; Wiesberg, Wilhelm [Textdichter]
Ort/Verlag Wien : Martin Krämer
Musikgattung Inhalt_<Wien> - Wienerlied - [Textgattung]
Ton- und Taktart C [Tonart] ; 3/4 [Taktart]
Liedanfang normiert Wir wissen bloß, dass wir in Wien sind geboren
Refrain Ohne Unterstand beschliassen mir unsern Lebenslauf
Kollationsvermerk 2 LB
Bemerkungen Singstimme mit Klavierbegleitung, Akkordbezifferung
Aufnahmejahr o.J. [Jahr des Copyright]
Sprache Deutsch
Objekt (Multimedia)
Scan Noten Cover   Scan Noten S.1   Scan Noten S.2   Scan Text  
Strophen/Gesamttext Mir wissen blos, dass ma in Wean san gebor'n, / Der Taufschein war vor der Geburt schon verlor'n./ Trag'n am Hüat'l an Bestel, a Flinserl in d' Ohr'n / Und hab'n auf Gross-Wean an unbändigen Zorn./ Denn der schöne Linagrab'n / In dem ma g'schlafen hab'n, / Der wird jetzt demolirt / Und mir Zwa san petschirt. / Ohne Unterstand beschliassen / Mir unsern Lebenslauf, / Mir san die letzten Pülcher, / Denn's pülchern hört si' auf! [Strophe 1]
G'stohl'n hab'n mer no nix mir san ehrliche Leut', / Mit'n arbeiten aber hat Kaner a Freud'. / Mir trag'n wohl a Vürta, saperdibix, / Als wann ma was thäten, mir than aber nix. / Im Winter than ma sag'n, / Mir woll'n zum Aufspritzwag'n. / Und im Sommer sag'n ma: "Sö / Wann's erlaub'n so kihr'n ma Schnee!" / Oft schicken's a klan's Wagerl, / Da setzen's uns zwa d'rauf, / Mir san die letzten Pülcher, / Denn da hört si's pülchern auf. [Strophe 2]
In dö siebziger Jahr, Schackerl, da war's no a Leb'n, / Da hat's Leut' mit Havanna- und Sport-Cigarr'n geb'n, / Wegg'worfen die Halbscheid, a Stückerl nur g'raucht, / Das war'n halt no Stump, hat ma kriagt, was ma braucht. / Wirft's jetzt Aner um d' Erd, / Is 's gar nöt da Müh wert, / Denn da hat's g'wiss kan Zug / Oder er thuat das weg'n an G'ruch! / so a Wachtel wird not aufg'hob'n, / Da tret'n ma liaber d'rauf, / Denn mir san stolze Pülcher / Und da hört si's pülchern auf! [Strophe 3]
Mir hab'n für a Musi a eigenes G'fühl, / Z'Mittag so marschir'n mit'm klingenden G'spiel, / Dös war unser Passion, selbst im Reg'n und im Sturm / Dö anzige Freud' hab'ns uns jetzt verdurb'n. / Am Ring bei einem Haus, / San kommen an heraus. / Hab'n freundli' g'sagt: I bitt' / Und die Pülcher war'n verschütt'! / Seitdem san mir beleidigt / Und d' arme Burgmusik, / Muss aufziag'n ohne Pülcher, / Denn da wird am 's pülchern z'dick! [Strophe 4]
Wann das a so fortgeht die ewige Jagd, / So nehm' ma im Prater a Hütt'n in Pacht, / Verlangen von jedem a Plauscherl Entreé / Und hängen heraus uns're beiden Portraits. / Am Schild'l ob'n steht: / "Wiener Spezialität!" / Und der Ruafer bei der Thür' / Muass brüll'n als wia a Stier: / Herrrrreinspaziert, is 's g'fällig? / Der höchste Ausverkauf, / Hier seh'n sie d' letzten Pülcher, / Denn jetzt hört si 's pülchern auf! [Strophe 5]

Exemplar(e)
1
Exemplarangaben Sign.: WNw 15042 * Sto: Archiv

 
       
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